Neue KING CONSULT-Website
Serviceorientiert und Bildstark
2MR-Konferenz am 4. Mai in Hamburg
Wir laden herzlich ein zur 2MR-Social-Media-Konferenz am 4. Mai in Hamburg, direkt im Anschluss startet das OMR-Festival, das Branchentreffen für digitales Marketing. Mit 2MR (gesprochen: zwoMR) legen die Initiative Save Social und wir einen Fokus auf demokratiestärkende soziale Medien. Wir freuen uns über prominente Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft, Kommunen, Kultur und Wirtschaft, die ihre vorbildliche und erfolgreiche Kommunikation in offenen Netzwerken präsentieren. Aktuelles posten wir auf Mastodon und Blueksy mit #2MR.
Elena Rossini: Warum öffentliche Einrichtungen das Fediverse nutzen sollten
2MR-Speakerin, Filmemacherin und Fediverse-Aktivistin Elena Rossini erklärt in einem aktuellen Artikel (EN), welche Vorteile das Fediverse für öffentliche Einrichtungen bringt: Offenheit, Kontrolle über die eigene Kommunikation und Reichweite. Ihr Fazit lautet: öffentliche Einrichtungen müssen sich nicht zwingend zwischen Big-Tech-Plattformen oder offene Netzwerke entscheiden. Für viele Akteure ist aktuell die von Ralf Stockmann, Direktor Digitale Entwicklung der ZLB Berlin, vorgeschlagene +1-Strategie eine optimale Lösung. (Ein Video dazu ist in Artikel verlinkt.) Die +1-Strategie ist auch Teil unseres graduellen Social-Media-Wechselmodels: Schritt für Schritt in Richtung langfristig erfolgreiche und souveräne Kommunikation.
Deutscher Städtetag: Bekenntnis zur Bedeutung von Social Media
Zu unserer 2MR-Social-Media-Konferenz laden wir gezielt auch Kommunikationsverantwortliche aus Städten und Kommunen ein. In einem Positionspapier aus Mai 2026 zur Bedeutung von Social Media für die Kommunikationsarbeit der Städte sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages:
„Von guter, bürgernaher und transparenter Kommunikation einer Stadt hängt eben das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit und Lösungskompetenz kommunaler Selbstverwaltung ab.
Der Blick auf Netzwerke wie „X“ zeigt aber, dass es sich nicht immer um neutrale Plattformen handelt. Die Netzwerke können im schlimmsten Fall selbst Mittel der Desinformation sein. Deshalb werden die Städte immer wieder neu abwägen müssen, in welchen sozialen Netzwerken sie präsent sein wollen und können.
Deshalb ist dieses Positionspapier kein Plädoyer für den Einsatz eines bestimmten sozialen Netzwerks. Es soll vielmehr ein Bekenntnis sein. Ein Bekenntnis zur großen Bedeutung der Social-Media-Kommunikation für die Städte. Und es ist ein Plädoyer dafür, kommunale Social-Media-Arbeit zu fördern, auszubauen und neuen Kanälen gegenüber offen zu sein.“
Wir begrüßen dieses Plädoyer und freuen uns über Austausch zu diesem Thema!
Eurosky: Das europäische Bluesky startet Account-Registrierung
Eurosky hat die Registrierung von Accounts gestartet. Mit einem Konto bei @eurosky.social können alle Apps genutzt werden, die auf dem AT-Protokoll basieren, darunter Bluesky, Flashes, Tangled, Semble, Sill und viele weitere. Michael Mrak gibt eine Einschätzung und erklärt, wie der Umzug von Bluesky zu Eurosky funktioniert. Außerdem hat Eurosky eine Zusammenarbeit mit dem spanischen Beratungsunternehmen für freie Software Iglia begonnen.
Post der Woche von Sascha Foerster: Marketing-Kosten und -Nutzen
Sascha Foerster, 2MR-Speaker und Geschäftsführer von Bonn.digital brachte in einem Post auf Mastodon eine Beobachtung auf den Punkt, die viele im Bereich Werbung und Marketing aktuell machen: Die Anforderungen und Bedingungen der Plattformen sowie der Wettbewerb mit viralen Inhalten und professionellen Influenzern sorgen für hohe Schwellen und hohe Kosten für erfolgreiche Kommunikation. Wer von Algorithmen beachtet werden will muss die eigene Kommunikation aufwendig anpassen.
Sascha Foerster:
„Manchmal schon faszinierend und erschreckend wie viel Geld so kleine nette lokale Banken in ihren TikTok-Auftritt investieren, wo dann drei Mitarbeitende damit beschäftigt werden 200 Follower-Bots zu „bespielen“. (…) Ich frag mich dann: muss das sein? Ging es nicht um Vertrauen? Oder kann die Hauptmarke das nicht einmal für alle Banken machen? Dafür bitte einmal gut? 🧐“
Instagram beendet Verschlüsselung | Kritik am Umgang mit „NS-Content“
Meta hat angekündigt, die Unterstützung für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselungs-Option von Nachrichten auf Instagram ab 8. Mai 2026 zu beenden:
„Wenn du Chats hast, die von dieser Änderung betroffen sind, findest du Anweisungen dazu, wie du Medien oder Nachrichten herunterladen kannst, die du behalten möchtest.“
Die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselungs-Option wurde als Fortschritt für das Vertrauen in die Plattform und den Datenschutz bewertet.
Hans Pfeifer, Autor und Reporter, hat für die Deutsche Welle recherchiert, wie Meta mit Inhalten umgeht, die die Zeit des Nationalsozialismus verherrlichen:
„Ich bin erschüttert über diese Masse an NS-Content“, sagt Eva Berendsen im Interview mit der DW. Berendsen arbeitet für die Bildungsstätte Anne Frank, die Menschen für Antisemitismus und Rassismus sensibilisieren will.“
Neue Studie: Süchtig nach dem Algorithmus
Eine Untersuchung von Corporate Europe Observatory (EN) zeigt, wie Big-Tech-Unternehmen in der EU Lobbyarbeit betreiben, um Nutzer*innen von Social Media abhängig zu machen. Olivier Hoedeman, Forschungs- und Kampagnenkoordinator:
„Das süchtig machende Design der sozialen Medien hat sich zu einem großen gesellschaftlichen Problem entwickelt, das schwerwiegende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat und die Zukunft der Demokratie gefährdet.“
Moritz Förster: Digitale Souveränität scheitert am Willen, nicht an den Möglichkeiten
Moritz Förster kommentiert für heise.de:
„Solange Entscheider lieber unterschreiben, was sie kennen, statt zu gestalten, was sie könnten, bleibt digitale Souveränität ein PR‑Begriff in Strategiepapieren. Technisch ist sie längst erreichbar. Der Engpass liegt nicht im Rechenzentrum – er sitzt im Konferenzraum.“
Zum selben Thema hat eine Telefónica-Umfrage ergeben: Verbraucher wollen ein digital eigenständigeres Europa – mehr als zwei Drittel bevorzugen digitale Dienste von europäischen Unternehmen. Aus unserer Sicht liegt das an höherem Vertrauen Dank hohen Datenschutz-Standards, Kundennähe, Rechtssicherheit und besserer Kontrolle über eigene Daten. Diese Stärken müssen ausgebaut werden. Im Bereich Social Media heißt das: digital souveräne Lösungen voran bringen! Unsere Social-Media-Matrix vergleicht aktuelle Lösungen.
Factsheet „Souverän-digitale Kommunikation“
Factsheet „Mastodon-Startprozess“
