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Wenn Meta das Konto sperrt
Einem Schweizer Start-Up-Onlineshop wird der Zugang zum Facebook-Werbekonto gesperrt. Als Begründung wird ein nicht genauer benannter Verstoß gegen Community-Standards angegeben. Kontakt zu einer Ansprechperson ist nicht möglich, auch nicht mit dem kostenpflichtigen Premium-Support. Facebooks Automatismen entscheiden über die Zukunft eines Unternehmens. (Details)
Wo ist die Reichweite hin?
Die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation verlässt die Plattform X, weil ihre Beiträge mittlerweile weniger als 3 % der Aufrufe erhalten, als sie noch vor sieben Jahren auf dem damaligen Twitter erzielten. Trotz beachtlicher 13 Millionen Impressions im Jahr 2025 lohnt sich für die Organisation mit etwa 80 Mitarbeitenden die Präsenz auf X nicht mehr. (Details)
Werbesättigung
Digital-Marketing-Expertin Lea Sindel erklärt: „[Reichweite] verliert ihre Rolle als verlässlicher Indikator für Relevanz. (…) In überfüllten Feeds konkurrieren Inhalte permanent um Aufmerksamkeit, während Einordnung und Austausch zunehmend in den Hintergrund treten. Parallel dazu verlagert sich Nutzung in kleinere, thematisch klar definierte Räume.“
Wir erleben in der Kommunikations-Praxis: Die großen Social-Media-Plattformen wie Facebook, X, Instagram und Co. sind mit Werbebotschaften gesättigt. Selbst größere Werbebudgets und die Anpassung der eigenen Inhalte und Formate an die Plattform-Logiken führen bei vielen Akteuren immer weniger zum Erfolg.
Micro-Communities?
Lea Sindel prognostiziert für 2026: „Wirkung verlagert sich in klar umrissene, dialogorientierte Räume, sei es auf spezialisierten Plattformen, in Community-first-Umfeldern oder in thematischen Teilbereichen etablierter Netzwerke.“
Mit anderen Worten: Akteure, deren Inhalte in der Feed-Flut der großen Plattformen untergehen, haben die besten Chancen mit gezielter und individueller Kommunikation. Micro-Communities ist das neue, alte Schlagwort. Das sind kleinere Gruppen von Menschen, die sich über ein Thema, eine Profession oder auch eine Region miteinander verbunden fühlen.
Souveränes Community-Building
Das Prinzip ist von Podcasts, E-Mail-Newslettern, digitalen und klassischen Stammtischen, Chat-Gruppen und vielen anderen Kanälen bekannt: 1.000 aktive Followers können mehr Resonanz erzeugen, als 100.000 überscrollte Impressions. Neue, dezentrale soziale Medien bieten eine vernetzte und gleichzeitig individuelle Infrastruktur, die das perfekt leistet. Während große Plattformen optimiert sind auf die Bedürfnisse der Daten- und Werbewirtschaft, bieten dezentrale soziale Netzwerke Freiheit und Unabhängigkeit bei Formaten, Inhalten und technischen Schnittstellen. Mikro muss da auch nichts sein, wie die Netzwerke von Wales, Québec, des Bundes oder Eurosky zeigen. Souverän, authentisch und vertrauenswürdig lautet das Motto!
Einladung zur 2MR: 4. Mai in Hamburg
Der Clou: Während Sie vom Support von Facebook und Co. nicht viel erwarten dürfen, geht es bei dezentralen Netzwerken schnell mit dem Kontakt zu einer engagierten Community. Zum Beispiel am 4. Mai auf der 2MR in Hamburg.
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Factsheet „Souverän-digitale Kommunikation“
Factsheet „Mastodon-Startprozess“
